Schlagwort: Journaling

Und plötzlich war alles anders! Journaling hilft bei Angst

Hätte mir jemand vor einem Monat gesagt, wie die Welt heute aussieht, ich hätte ihm oder ihr nicht geglaubt. Aber hier sind wir nun, mitten in einer Pandemie mit dem Namen Corona. Eigentlich hatte ich auch einen ganz anderen Blogbeitrag diesen Monat geplant, aber ich denke, jetzt ist dieses Thema wichtiger: nämlich wie Journaling bei Angst hilft. Ich bin da ganz ehrlich: ich habe Angst. Angst vor diesem Unbekannten, Angst vor dieser neuen Welt, Angst vor dem, was noch auf uns zukommt. Aber ich lasse mich nicht von der Angst lähmen, sondern versuche in meinem Journal die Angst zu verarbeiten.

Warum hilft Journaling bei Angst?

Die Antwort auf diese Frage ist komplex, aber man kann sie auf ein Grundprinzip reduzieren: das Aufschreiben von Dingen, die einen belasten, kann zu einer emotionalen und mentalen Heilung beitragen. Und das ist natürlich keine neue Erkenntnis. Leute schreiben seit Jahrhunderten in Tagebücher und Notizbüchern, was sie bedrückt und erfahren so Erleichterung. Ein wie auch immer geartetes Buch, in das man hineinschreiben kann, „hört“ einem geduldig zu, stellt keine unangenehmen Fragen und verurteilt den Schreibenden auch nicht, egal was er schreibt.

Wie wäre es mit einem Gedankenjournal gegen die Angst?

In ein Gedankenjournal schreibst du einfach deine Gedanken und Gefühle, nichts weiter. Deshalb ist es auch etwas als ein Tagebuch, ein Brain Dump o.ä. Wenn deine Angst zu groß wird, schreib sie einfach in dein Gedankenjournal. Das hilft auch beim Loslassen! Oder vielleicht erkennst du auch ein Muster? Bei mir waren gerade das Lesen von zu vielen Nachrichtenseiten ein Angstauslöser. Jetzt beschränke ich mich nur noch auf zwei und schon bin ich ruhiger. Fernsehnachrichten schaue ich schon seit Jahren nicht mehr, weil mir die Bilder zu gewaltig und auch gewalttätig geworden sind. 

Stress mit einem Journal abbauen

Indem du deine Gedanken und Gefühle aufschreibst, kannst du auch deinen Stress abbauen oder zumindest reduzieren. Denn das, was du aufschreibst, musst du nicht im Kopf behalten, sondern kannst loslassen. Schreibe einfach alles auf, was dich stresst, deine Sorgen, deinen Frust und eben auch deine Ängste. 

Ablenkung durch dein Journal

Journaling bietet auch eine gute Möglichkeit der schnellen Ablenkung. Wenn du immer ein kleines Journal dabei hast, kannst du jederzeit und überall dich darauf konzentrieren, dort hinein zu schreiben. Du kannst dann darüber schreiben, warum du gerade ängstlich bist, was dich gerade triggert usw. Dadurch bist du für einige Momente abgelenkt und kannst deine Ängste in dein Journal sozusagen ableiten. 

Und denke daran, du bist nicht allein. Wir alle müssen gemeinsam durch diese schwere Zeit. Und wenn dir ein Gedankenjournal dabei helfen kann, freue ich mich!

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Und plötzlich war alles anders! Journaling hilft bei Angst

So verwendest du Listen in deinem Journal

Manchmal gehen mir einfach die Ideen aus, was ich in mein Journal schreiben soll. Dann sind Listen immer eine gute Idee! Denn sie können so kurz oder lang, knapp oder detailreich sein, wie ich es in dem Moment brauche. Und man kann Listen zu allen möglichen Themen erstellen, was einem halt gerade so einfällt. Hier ein paar Ideen für Listen im Journal:

Vor- und Nachteile

Wenn man Schwierigkeiten bei einer Entscheidung hat, ist eine der besten Listen, die man in seinem Journal erstellen kann, eine Vor- und Nachteile-Liste. Mit ihrer Hilfe kann man sehr viel leichter die Entscheidung treffen, da man genau vor Augen hat, was diese Entscheidung bedeutet. Am Besten funktioniert diese Liste, wenn es um eine konkrete Entscheidung geht oder man zwischen zwei Optionen wählen kann. Also zum Beispiele einem Umzug, oder die Entscheidung, ob man nach Köln oder München ziehen möchte. Dann schreibt man bei einer Option die Vor- und Nachteile auf, bzw. bei zwei Optionen jeweils die Vor- und Nachteile. 

Dankbarkeitslisten

Ich schreibe ja immer wieder über Dankbarkeit im Journal, einfach weil ich damit schon so gute Erfahrungen gemacht habe. Manchmal reicht es einfach, eine Liste zu machen, für was man jetzt in diesem Moment dankbar ist. Oder man legt eine Liste für den Monat an, so dass man an jedem Tag nur eine Sache aufschreibt. Oder man macht eine Liste, für was man alles insgesamt im Leben dankbar ist. Hauptsache, du bringst deine Dankbarkeit zu Papier!

Die schönsten Momente

Eine weitere Listenidee ist die von deinen schönsten Momenten im Leben. Das können Kindheitserinnerungen sein oder auch so wertvolle Erinnerungen an einen verstorbenen Menschen. Durch das Aufschreiben, bewahrt man die Erinnerungen noch viel länger! Und wenn du vielleicht noch ein Foto oder ein anderes – flaches – Erinnerungsstück wie einen Brief hast, dann klebe es mit ein! Vielleicht wäre ja auch ein komplettes Erinnerungsjournal eine Idee, wenn du schon dabei bist…

Ziele und Aufgaben

Manchmal hilft es auch, die eigenen Ziele und Aufgaben für dieses Ziel auf Papier zu bringen. So gelangt man wieder Klarheiten was wirklich wichtig ist und was man dafür tun muss. Ich mache das mittlerweile regelmäßig am Anfang des Monats, um nicht vom Kurs abzukommen. 

Bucket Listen

„Bucket Lists“ kommen aus dem Englischen und beschreibt Dinge, die man vor seinem Tod noch tun möchte. Eigentlich wurde sie von Menschen genutzt, die eine sehr negative Krankheitsprognose bekommen haben und sich dann noch die wichtigsten Dinge vornahmen. Mittlerweile wird es aber auch ganz allgemein für die Lebensplanung genutzt. Auf Bucket Listen geht es eher um Erfahrungen wie Reisen, Konzerte und ähnliches und weniger um Ziele und erfolge. Wobei das natürlich jedem selbst überlassen ist!

Ich hoffe, ich konnte dich zu ein paar Listen in deinem Journal inspirieren!

Mach Dir mit diesen 4 Tipps Journaling zur Gewohnheit

Als ich mit meinem ersten Bullet Journal angefangen habe, wollte ich es erstmal nur zum Zeitmanagement und für eine wöchentliche Übersicht. Das hatte sich auch schnell zu einer Gewohnheit beim Journaling einwickelt. Allerdings hat sich das ganze dann aber schnell zu einem wahren Journaling-Hobby entwickelt und bald saß ich vor einer Reihe von Journals und hatte das Gefühl, ich hätte es ein wenig übertrieben. Aber auch selbst mit einem einzigen Journal kann es schon mal sein, dass man sich überwältigt fühlt – besonders, wenn man dann noch auch Instagram sieht, was für tolle Seiten man ja noch machen könnte oder welche Verzierungen – und oh ja, so ein Washitape möchte ich auch!

Dabei ist Journaling nichts weiter als die Gedanken oder Ideen auf Papier zu schreiben, sei es in ein Tagebuch, ein Notizbuch oder nur auf ein leeres Stück Papier. Deshalb habe ich hier 4 Tipps zusammengefasst, mit dem man sich wieder auf das eigentliche Journaling besinnen kann (und sich vielleicht dann doch noch ein hübsches Washi-Tape kauft!).

Warum schreibst Du ein Journal?

Bevor man mit dem Journaling anfängt, muss man genau wissen, warum man überhaupt damit anfangen möchte. Denn nur dann bleibt man auch dabei! Für mich war es wie oben geschrieben erstmal nur ein Terminplaner. Vielleicht möchtest du erstmal einfach nur ein Tagebuch schreiben? Oder du hast gehört, dass es beim Stressabbau helfen kann. Möchtest du einen sicheren Ort, um dich mal richtig – entschuldige die Ausdrucksweise – auskotzen zu können? Oder möchtest du dich in Achtsamkeit und Dankbarkeit üben? 
Nur wenn du weißt, warum du ein Journal schreibst, bleibst du auch motiviert. 

Eine Routine für’s Journaling ist wichtig, damit es zur Gewohnheit wird!

Damit das Journaling eine Gewohnheit werden kann, ist ein fester Platz im Tag wichtig. Möchtest du lieber morgens oder abends schreiben? Ich bin zum Beispiel der typische Abendschreiber. Morgens bin ich schon froh, wenn ich den Weg ins Bad finde und habe das Gefühl, mein Kopf ist einfach leer. Abends hingegen bin ich froh, wenn ich das ganze, was noch in meinem Kopf ist, einfach rausschreiben kann. Oder mich durch mein Dankbarkeits-Tagebuch an die guten Dinge des Tages erinnern kann, auch wenn ich ziemlich schlecht gelaunt war. Das hat mir sogar geholfen, besser einzuschlafen!
Integriere das Journaling in deinen Tagesablauf, um dabei bleiben zu können.

Worüber möchtest du schreiben?

Dies schließt sich an den Punkt an, warum du ein Journal schreibst, denn daraus ergibt sich, welche Art von Journal du schreiben möchtest. Ist es wie ein Tagebuch? Sind es Morning Pages nach Julia Camerons Methode? Ein Dankbarkeitstagebuch? Ein Bullet Journal? Oder von allem ein bißchen? Bei mir sind die Journals mit der Zeit immer mehr geworden, ich habe ein Bullet Journal für die Organisation, ein Dankbarkeitstagebuch und eins für einen sogenannten Brain Dump.

Schaffe dir einen Journaling-Platz an

Was mir sehr geholfen hat, ist einen eigenen Platz zum Journal schreiben zu schaffen. Es ist ein kleiner Klapptisch in meinem Schlafzimmer, an dem ich auch Kunst mache. Dort sind meine Journals, Stifte, meine Washi-Tapes und was ich sonst noch brauche. Häufig mache ich mir auch meinen Diffuser mit ätherischen Ölen an. So komme ich direkt in Stimmung, wenn ich mich dort hinsetze, um zu schreiben. Es muss wirklich kein Riesenschreibtisch sein, eine kleine Ecke reicht vollkommen! Oder dein Journal wohnt in deinem Nachttisch mit nur ein paar Stiften. 

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Tipps geben, wie du das Journaling in dein Leben integrieren kannst und es dir zur Gewohnheit machst. Ich möchte es auf keinen Fall mehr missen!

Wir bieten übrigens auch Journals für mehr Achtsamkeit an!

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Journaling: Die ersten Schritte

Es gibt unendlich viele Arten, wie man mit dem Journaling anfangen kann. Und gerade wenn man auf Instagram und Pinterest diese wunderschön gestalteten Journals sieht, kann das frustrierend sein. Aber lass dich nicht davon abbringen! Dein Journal muss nicht direkt in Instagram auftauchen, sondern es ist ja für dich gedacht, um dich zu unterstützen. 

Hier ein paar Schritte, um die ersten Hürden zu nehmen:

Du brauchst nur Stift und Papier!

Und nein, du brauchst nicht das super tolle (und teure) Buch, mit cremefarbenen Papier und Leder-Cover. Ein Bleistift und Papier, vielleicht auch in Form eines Notizbuches o.ä. reichen vollkommen aus. 

Schreib morgens

Für die meisten Journaleinträge braucht man nur 5-10 Minuten. Also zögere es nicht hinaus, sondern schreibe direkt als erstes am Morgen – oder bei der ersten Tasse Kaffee oder Tee. So gewöhnst du dich direkt an das Schreiben. 

Schreib abends

Du kannst auch kurz vor dem Schlafengehen schreiben. Das funktioniert besonders gut für Dankbarkeits-Tagebücher, denn so kannst du schlafen gehen und über all die Dinge nachdenken, für die du dankbar bist, anstatt über Dinge, die dir Sorgen machen.

Schreib jeden Tag 

Lass das Schreiben zu einer Gewohnheit oder sogar zu einem Ritual werden. Denn so wird es noch effektiver und hat eine nachhaltigen positiven Effekt auf dich. Mehr zum Thema Gewohnheit findest du auch in diesem Blogbeitrag! 

Fang einfach an

Mach dir keine Sorgen um den Stil oder den Inhalt. Schreib einfach los! Du musst es auch niemandem zeigen. 

Fang heute an

Setz dich einfach hin und schreib über deinen heutigen Tag. Was ist heute passiert? Wie hast du dich gefühlt? Was würdest du anders machen? Was würdest du genauso machen?

Probiere verschiedene Arten von Journalen aus

Sobald sich das Schreiben zu einer Gewohnheit entwickelt hat, kannst du die verschiedenen Arten ausprobieren. Zum Beispiel Bullet Journaling, ein Visionsjournal, ein Projektbuch oder ganz viele andere Ideen. 

Es ist dein privates Buch

Denk dran, egal was für eine Art Journal du führst, es ist dein privates Buch. Natürlich kannst du es freiwillig jemandem zeigen, eventuell auch einem Therapeuten, Berater oder Coach. Aber es ist immer deine Entscheidung!

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Journaling: Die ersten Schritte

Journaling und Planer: Tipps für Neulinge

Bist du neu im Umgang mit einem Tagesplaner und nicht sicher, wo du anfangen sollst? Hier sind einige hilfreiche Tipps vom Kauf des perfekten Planers bis zum ersten Hineinschreiben.

Nicht alle Planer sind gleich

Bevor du losgehst und den ersten Planer kaufst, den du findest, achte darauf, dass du hineinschaust! Jeder Planer ist anders, nicht nur bei der Größe und Farbe, sondern auch die Anzahl der Seiten, die Art der Seiten und das Layout sowie die Menge an Seiten, die du ausfüllen kannst.

Du wirst vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich jeder Planer ist. Manche enthalten in den täglichen Seitenlayouts die Möglichkeit, Informationen zu deiner Gesundheit und deinen Mahlzeiten aufzuschreiben, während andere sich mehr auf die Produktivität und deine täglichen Ziele konzentrieren. Hier musst du genau überlegen, was du in deinem Planer oder Journal festhalten möchtest, bevor du einen kaufst.

Kauf nicht das gesamte Zubehör auf einmal

Planer sind nicht billig, und auch das Zubehör kann sich schnell aufsummieren. Kauf also nicht alle süßen Aufkleber und Washi-Klebebänder, die du findest – auch wenn es schwierig ist, ich kenne das nur zu gut! 

Vielleicht weißt du ja auch noch nicht, was du verwenden wirst. Mach also langsam und verwende deinen Planer erst einige Zeit, bevor du entscheidest, was du sonst noch benötigst. So bekommst du eine bessere Vorstellung davon, was du wirklich brauchst, und verschwendest kein Geld für Sachen, die du eh niemals verwenden wirst. Und dann kannst du dir auch das „lustige Zeug“ dazu kaufen. 

Schreibe zuerst alles mit Bleistift

Es ist ärgerlich, wenn man sein Journal oder Planer fertig ausgefüllt hat, nur um dann festzustellen, dass man einen Fehler gemacht hat oder sich deine Pläne geändert haben. Benutze deshalb erstmal lieber einen Bleistift oder andere Stifte, die man wieder entfernen kann, bis du im Umgang mit deinem Planer geübt bist. Und das aller wichtigste: hab Spaß dabei!

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Unser neuer Blog

BuchGefühl startet einen Blog! Hier wird  vor allem Julia über verschiedene Themen wie  Journaling, Planer und Achtsamkeit schreiben, aber wenn du Vorschläge zu anderen Themen hast, melden Sie sich gerne bei uns!

Julia ist selber eine passionierte Bullet Journal- und Traveler’s Notebooks-Nutzerin und anderer Formen von Journaling.