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Tipps zum Stressabbau in deinem Journal

Wir alle haben Stress – im Moment in der Pandemie um so mehr! Dabei ist es gerade im Moment so wichtig, sich zu entstressen, da Stress schlecht ist für die Gesundheit, den Schlaf stören kann usw. In ein Journal zu schreiben kann da eine große Hilfe sein!

Der Brain Dump

Einer meiner liebsten Journaling-Techniken ist der Brain Dump. Dabei schreibt man einfach alles auf, was einem gerade im Kopf herumgeht, seien es Sorgen, Gedanken, Gefühle, aber auch Ideen oder Informationen oder sogar Termine. Dadurch bekommt man den Kopf frei und kann dann aus der meist sehr chaotischen Seite anfangen, genau zu überlegen, was jetzt wichtig ist oder was man eventuell ändern muss. Ich habe mittlerweile in dem Traveler’s Notebook, dass ich immer bei mir habe, ein Heft nur dem Brain Dump gewidmet.

Befreie dich von deinen negativen Gedanken

Niemand kann natürlich ständig und zu 100% immer nur positiv denken, das wäre auch nicht natürlich. Aber genauso ist es auch nicht gut, wenn man fast nur noch negative Gedanken hat und sie alles Gute im Leben überdecken. Ein Journal kann dabei helfen, die negative Gedanken loszulassen und sich von ihnen zu befreien. Schreib einfach drauf los, sei so ehrlich wie du kannst und hab keine Angst vor dem, was da auf dem Papier erscheint. Du musst es niemandem zeigen!

Übe dich in Dankbarkeit

Ich selber schreibe schon seit kurz vor dem Beginn der Pandemie ein Dankbarkeitstagebuch und es hat mir sehr geholfen, in diesem ganzen Chaos nicht den Kopf zu verlieren. Dabei geht es mir gar nicht um die großen Dinge, sondern meistens halte ich nur kurz drei Dinge fest, für die ich an diesem Tag dankbar bin. Das kann ein leckeres Essen sein, eine Tasse Kaffee oder ein besonders warmer Sonnenstrahl auf meinem Gesicht. Ich schreibe das Dankbarkeitstagebuch immer abends und merke dann, dass egal wie stressig der Tag war, ich sehr viel ruhiger werde und leichter in den Schlaf finde.

Nach dem Auslöser für Stress suchen

Egal, welche Art von Journaling du folgst, nach einer gewissen Zeit wirst du sehen, dass es immer wieder die gleichen Themen sind, die auf dem Papier auftauchen. Denn in diesen Gesprächen mit dir selbst kann und sollte man ganz ehrlich sein und so kommen dann häufig unbewusste Probleme ans Tageslicht, die man dann angehen kann.

Fang also an zu schreiben und komme ins Gespräch mit dir, um deinen Stress abzubauen!

Mit diesem Bild kannst du dir den Blogbeitrag bei Pinterest am Besten merken!

Wann sollte man in seinem Journal einen Bewusstseinsstrom schreiben?

Auf Deutsch übersetzt bedeutet „Stream of Consciousness“ „Bewusstseinsstrom“ und ist in der Literaturwissenschaft eine Erzähltechnik, die die scheinbar ungeordnete Folge der Bewusstseinsinhalte einer oder mehrerer Figuren wiedergibt (sorry, musste die Germanistin mal wieder raushängen lassen). In einem Journal beschreibt der Bewusstseinsstrom das gleiche: man schreibt einfach auf, was einem durch den Kopf geht, ohne Regeln, ohne auf die Grammatik oder Rechtschreibung zu achten, denn das würde den Strom nur unterbrechen.

Besonders bekannt sind die „Morning Pages“ von Julia Cameron, die in ihrem Buch „Der Weg des Künstlers“ (Affiliate-Link!) dazu auffordert, jeden Morgen 3 Din A4-Seiten einfach herunterzuschreiben, um den Kopf freizubekommen. 

Wenn man es nicht jeden Morgen machen möchte – ich selber habe morgens einfach einen zu leeren Kopf dafür – gibt es trotzdem gute Gelegenheiten, wann man den Bewusstseinsstrom einsetzen kann:

Wenn du nicht weißt, worüber du schreiben sollst

Es gibt Tage, da fällt einem – scheinbar – gar nichts ein. Dann sitzt man vor der leeren Seite und es kommt einfach nichts. Das ist ein guter Zeitpunkt, um einfach alles aufzuschreiben, was einem durch den Kopf geht. Und das meine ich wörtlich. Man schreibt einfach auf, was man denkt, ohne Korrektur, ohne Zensur. Ich bin häufig überrascht, was dann doch plötzlich auf dem Papier erscheint und mehr als einmal waren auch gute Ideen für meine Gedichte dabei!

Der Bewusstseinsstrom nach einer langen Pause vom Journaling

Hast du lange nicht mehr in dein Journal geschaut? Dann kann der Neustart schwierig sein. Ein Bewusstseinsstrom kann dann das Eis brechen! Manchmal reicht es, nur an einem Tag so in das Journal schreiben, bei mir gab es aber auch schon mal ganze Wochen, wo ich nur so in mein Journal geschrieben habe. Besser als gar nichts!

Einen „Brain Dump“ als Bewusstseinsstrom machen

Wenn du viel im Kopf hast, hilft es, einfach alles auf Papier zu bringen, um wieder etwas mehr Klarheit im Kopf zu bekommen. Denn wenn du gefühlt eine Million Dinge hast, die um dich herumschwirren, hilft es, diese aus dem Hirn zu holen und auf Papier zu bringen – deshalb heißt es „brain dump“. Und dann kannst du dich neu sortieren! 

Wenn du nur ein paar Minuten Zeit zum Schreiben hast

Wenn du nur wenig Zeit zum Schreiben hast, ist der „Stream of Consciousness“ eine gute und schnelle Methode, um etwas auf Papier zu bringen. So hast du das gute Gefühl, überhaupt etwas geschrieben zu haben, ohne nach Ideen und Themen extra suchen zu müssen.

Wirst du den „Bewusstseinsstrom“ in deinen Journal einsetzen?

Wann sollte man in seinem Journal einen „ Bewusstseinsstrom“ schreiben?

So verwendest du Listen in deinem Journal

Manchmal gehen mir einfach die Ideen aus, was ich in mein Journal schreiben soll. Dann sind Listen immer eine gute Idee! Denn sie können so kurz oder lang, knapp oder detailreich sein, wie ich es in dem Moment brauche. Und man kann Listen zu allen möglichen Themen erstellen, was einem halt gerade so einfällt. Hier ein paar Ideen für Listen im Journal:

Vor- und Nachteile

Wenn man Schwierigkeiten bei einer Entscheidung hat, ist eine der besten Listen, die man in seinem Journal erstellen kann, eine Vor- und Nachteile-Liste. Mit ihrer Hilfe kann man sehr viel leichter die Entscheidung treffen, da man genau vor Augen hat, was diese Entscheidung bedeutet. Am Besten funktioniert diese Liste, wenn es um eine konkrete Entscheidung geht oder man zwischen zwei Optionen wählen kann. Also zum Beispiele einem Umzug, oder die Entscheidung, ob man nach Köln oder München ziehen möchte. Dann schreibt man bei einer Option die Vor- und Nachteile auf, bzw. bei zwei Optionen jeweils die Vor- und Nachteile. 

Dankbarkeitslisten

Ich schreibe ja immer wieder über Dankbarkeit im Journal, einfach weil ich damit schon so gute Erfahrungen gemacht habe. Manchmal reicht es einfach, eine Liste zu machen, für was man jetzt in diesem Moment dankbar ist. Oder man legt eine Liste für den Monat an, so dass man an jedem Tag nur eine Sache aufschreibt. Oder man macht eine Liste, für was man alles insgesamt im Leben dankbar ist. Hauptsache, du bringst deine Dankbarkeit zu Papier!

Die schönsten Momente

Eine weitere Listenidee ist die von deinen schönsten Momenten im Leben. Das können Kindheitserinnerungen sein oder auch so wertvolle Erinnerungen an einen verstorbenen Menschen. Durch das Aufschreiben, bewahrt man die Erinnerungen noch viel länger! Und wenn du vielleicht noch ein Foto oder ein anderes – flaches – Erinnerungsstück wie einen Brief hast, dann klebe es mit ein! Vielleicht wäre ja auch ein komplettes Erinnerungsjournal eine Idee, wenn du schon dabei bist…

Ziele und Aufgaben

Manchmal hilft es auch, die eigenen Ziele und Aufgaben für dieses Ziel auf Papier zu bringen. So gelangt man wieder Klarheiten was wirklich wichtig ist und was man dafür tun muss. Ich mache das mittlerweile regelmäßig am Anfang des Monats, um nicht vom Kurs abzukommen. 

Bucket Listen

„Bucket Lists“ kommen aus dem Englischen und beschreibt Dinge, die man vor seinem Tod noch tun möchte. Eigentlich wurde sie von Menschen genutzt, die eine sehr negative Krankheitsprognose bekommen haben und sich dann noch die wichtigsten Dinge vornahmen. Mittlerweile wird es aber auch ganz allgemein für die Lebensplanung genutzt. Auf Bucket Listen geht es eher um Erfahrungen wie Reisen, Konzerte und ähnliches und weniger um Ziele und erfolge. Wobei das natürlich jedem selbst überlassen ist!

Ich hoffe, ich konnte dich zu ein paar Listen in deinem Journal inspirieren!